Die MPU

Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) wird von einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) durchgeführt. In den "Begutachtungsleitlinien" der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und den "Begutachtungskriterien" der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP) und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM) sind die Voraussetzungen aufgeführt, die Sie zum positiven Abschluss der MPU erfüllen müssen. Ich berate und bereite Sie auf Grundlage der "Begutachtungsleitlinien" und der "Begutachtungskriterien" auf Ihre MPU vor. 

 

Die MPU besteht aus den drei Teilen

  • Ärztliche Untersuchung
  • Leistungstests und Fragebögen 
  • Psychologisches Gespräch

Eine MPU dauert im Schnitt zwischen 2 und 4 Stunden, wobei hier nur die Dauer der einzelnen Untersuchungen und Tests berücksichtigt ist. Mit Wartezeiten zwischen den einzelnen Abschnitten kann sich die MPU auch nahezu einen gesamten Tag hinziehen. Wenn alle Untersuchungen abgeschlossen und alle Befunde vorhanden sind, wird das Gutachten erstellt und an Sie versandt. In der Regel erlangen Sie erst dann Kenntnis vom Ausgang der MPU.

MPU-Vorbereitung

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 87.088 medizinisch-psychologische Untersuchungen durchgeführt. Der überwiegende Teil (42 %) steht im Zusammenhang mit Alkohol im Straßenverkehr. Mehr als 40 % aller Untersuchten erhielten kein positives Untersuchungsergebnis. Es gibt keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Probanden die MPU nach einer MPU-Vorbereitung bestanden haben. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 90 % aller nicht professionell vorbereiteten Probanden bei der ersten MPU ein negatives Ergebnis erhalten. In meiner Praxis ist der Anteil der Klienten, die erst nach einer negativen Beurteilung zu mir kommen, recht hoch. Unter ihnen sind sowohl Untersuchte, die keine MPU-Vorbereitung in Anspruch genommen haben, als auch diejenigen, die eine unzweckmäßige Vorbereitung erfahren haben. 

 

MPU-Vorbereitung ist nicht gleich MPU-Vorbereitung. Sie haben die Qual der Wahl. Sie können in eine Fahrschule gehen, Sie können sich per Fernkurs im Internet auf die MPU vorbereiten lassen, Sie können einen Verkehrspsychologen oder anderweitige MPU-Beratungsstellen aufsuchen. Es fühlen sich sogar Menschen zum MPU-Berater berufen, die selbst schon die eine oder andere MPU wegen Auffälligkeiten im Straßenverkehr absolvieren mussten. Viel mehr sollten Sie sich die Frage stellen: "Was möchte ich?". Wenn Sie eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Vorbereitung auf die MPU und Ihre Fahrerlaubnis zurück haben möchten, dann sollten Sie sich professionelle und seriöse Unterstützung suchen.

 

Die Erfahrung zeigt, dass MPU-Vorbereitung keinen Spaß macht, dafür aber Geld kostet. Sie müssen sich in einer qualitativ hochwertigen und fachlich fundierten MPU-Vorbereitung mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft auseinandersetzen. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Punkt. Wenn Sie eine MPU positiv abschließen möchten, müssen Sie sich zunächst selbstkritisch mit Ihrem Fehlverhalten und dem Auslöser für dieses Verhalten beschäftigen. Von Ihnen werden Lösungen gefordert, wie Sie zukünftig in ähnlichen Situationen handeln werden. Sie müssen Ihr Verhalten nachhaltig ändern. Sie werden in der Regel kein positives Ergebnis der MPU bekommen, wenn Sie die Verhaltensänderung nicht glaubhaft darlegen können oder Sie die Antworten auf bestimmte Fragen einfach nur auswendig gelernt haben.

Welche Voraussetzungen Sie genau erfüllen und welche Schritte wann in die Wege geleitet werden müssen, erkläre ich Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch. Da es bei den unterschiedlichen Fragstellungen einige Dinge zu beachten gibt, nehmen Sie bitte möglichst vor Antragstellung auf Erteilung einer Fahrerlaubnis Kontakt mit mir auf.